Eine WG zum Verlieben Band 4 - endlich!
E-Book-Piraterie ist doof! In vielerlei Hinsicht.

Es ist völlig normal dass Bücher weiterverkauft oder an Freunde verliehen werden. Das war schon immer so und das wird auch immer so sein. Da hat niemand etwas dagegen.

 

Das Problem auf das ich aufmerksam machen möchte ist ein Trend, der sich im englischsprachigen Markt abzeichnet.  E-Books sind im Kommen und mit ihnen die E-Book-Piraten. Zahlreiche lesbische US-Autorinnen müssen momentan mitansehen wie ihr geistiges Eigentum auf Tauschbörsen im Internet verbreitet und gestohlen wird.

 

Die Menschen tun sich immer ein bisschen schwer damit den Wert einer Ware zu erkennen, die digital quasi kostenlos reproduzierbar ist. Vielleicht mangelt es deshalb der einen oder anderen an Skrupeln, wenn sie sich ein E-Book über *dunkel Wege* aus dem Internet herunterlädt. Aber eines sollte allen klar sein: Ein illegaler Download ist im Prinzip nichts anderes, als ein Buch im Buchladen zu klauen. Denn dieses Buch wird dann im Laden nicht mehr verkauft und der Buchhändler, der Zwischenhändelern, der Verlag, die Autorin, ja sogar der Staat wir dabei betrogen.

 

Und kostenlos hergestellt kann ein E-Book auch nicht werden. Natürlich entfallen bei einem E-Book die Druckkosten. Aber es haben immer noch Menschen daran gearbeitet. Und das meistens sehr hart.

 

Manche werden jetzt aufbegehren und sagen: Aber Bücher sind so verdammt teuer!

 

Überlegt mal: Wenn ein Handwerker zu euch nach Hause kommt und eine Stunde arbeitet, was kostet euch das? Vermutlich wesentlich mehr als ein E-Book oder eine Printausgabe. Das Geld das frau beim Kauf eines Buchs ausgeben muss, wird auf ziemlich viele Schultern verteilt. Beim Einzelnen kommt am Ende nur ein kleiner Bruchteil davon an. Wenn Autorinnen, Lektorinnen, Übersetzerinnen und Korrektorinnen denselben Stundenlohn wie ein Handwerker verlangen würden, wären sie alle wohlhabend. Aber Bücher wären dann vermutlich unbezahlbar.

 

Wir arbeiten alle mit viel Leidenschaft und für sehr wenig Geld. Der Markt für lesbische Bücher ist nicht sehr groß. Die Verlage haben es schwer sich zu halten. Wenn plötzlich in großem Stil damit angefangen wird E-Books illegal im Internet herunterzuladen oder zu verbreiten, sinken die Verkaufszahlen und damit auch die Überlebenschancen der Verlage. Und wenn es keine Verlage mehr gibt, die lesbische Bücher herausbringen, bekommt niemand mehr welche zu lesen. Wer also E-Books im Internet klaut, sorgt langsam aber sicher dafür, dass es irgendwann keine neuen Romane mehr geben wird.

 

Ein anderer Aspekt ist, dass die ersten US-Autorinnen in ein Motivationsloch fallen. Wer will schon so viel Zeit und Mühe in einen Roman investieren, nur um dann eiskalt bestohlen zu werden? Wenn der Respekt vor der eigenen Arbeit ausbleibt, bleibt irgendwann auch die Lust aus, diese Arbeit noch zu tun. Und wenn die Autorinnen nicht mehr schreiben, gibt es auch keine neuen Bücher mehr.

 

Ich will keiner einzigen von euch Leserinnen unterstellen dass sie E-Books illegal herunterlädt. Im Gegenteil: Ich habe großen Respekt vor euch!

 

Ich möchte nur dass ihr von dem Problem wisst, und nicht wegschaut wenn ihr auf Seiten stoßt, wo E-Books illegal verbreitet werden. Wendet euch an die Verlage und meldet solche Seiten. Und sagt bitte einfach nein, wenn euch solche zugegebenermaßen verlockenden Gelegenheiten unterkommen.

 

Dafür wäre ich sehr dankbar.

 

 
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