Ich könnte mir niemals vorstellen einen Roman zu schreiben. Wie machst Du das?

Genau das haben in der laufenden Woche die unterschiedlichsten Menschen zu mir gesagt und es hat mich nachdenklich gemacht.

Für mich selbst ist es inzwischen ziemlich gewöhnlich an einem Manuskript zu arbeiten. Es ist mir beinahe unmöglich nicht zu schreiben. Die meisten meiner Mitmenschen sehen genau darin etwas Besonderes. Die Vorstellung dass ich monatelang im stillen Kämmerchen vor dem Computer sitze und schreibe, scheint sie gleichsam zu faszinieren wie zu schrecken.

Aus diesem Grund habe ich lange Zeit kaum jemandem von meiner Schreiberei erzählt. Zu groß war die Sorge vielleicht als Spinnerin abgestempelt zu werden. Ein merkwürdiges Hobby in dem man obendrein (vermeintlich) erfolglos ist ... nein, das ist keine gute Visitenkarte.

Seitdem mein erster Roman veröffentlich wurde, rücke ich so langsam mit der Sprache heraus. Die meisten Leute zeigen sich regelrecht beeindruckt, wenn sie von

Eine WG zum Verlieben erfahren. (Ich bekomme dann immer einen knallroten Kopf ... ich halte den Roman nämlich nicht für beeindruckend ...)

Die Frage wie man es schafft, einen Roman zu schreiben, kann ich aber leider immer nur vage beantworten. Es gibt kein großes Geheimnis, keinen Trick. Ich habe die Idee zu einer Geschichte und schreibe sie auf. (Okay, das ist die sehr vereinfachte Erklärung. ;-))

Andreas Eschbach hat einmal auf seiner Homepage fünf Eigenschaften ausgegeben, von denen er glaubt, sie seien für einen Autor unabdingbar.


Geduld

Sprachgefühl

Selbstvertrauen

Durchhaltevermögen

Talent


Ich denke, er hat damit nicht ganz unrecht. Auch das Talent an letzter Stelle zu nennen, ist nicht verkehrt. Natürlich braucht man ein bißchen Talent zu Schreiben, sonst würde einem niemals eine Geschichte gelingen, die andere gern lesen möchten. Ein Hauch Begabung ist unabdingbar, aber durch Willen und Fleiß ist sehr viel auszugleichen. Das ist wie im Sport. Nicht selten gewinnt am Ende derjenige, der am härtesten trainiert hat. Talent allein ist aber niemals genug.


Ich glaube niemand wird dazu geboren Romane zu schreiben. Was zählt ist der brennende Wunsch danach. Und den fühle ich in mir, jeden Tag im Jahr.

Nun, vielleicht ist das eben doch das Geheimnis, der Unterschied warum einige Menschen Romane schreiben und andere nicht ...


 
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