Wie kamst Du auf die Idee einen Roman zu schreiben?
Als mir diese Frage gestellt wurde musste ich zunächst ganz schön grübeln. Ich kann mich nämlich nicht an einen besonderen Moment erinnern, in dem ich plötzlich die Eingebung hatte: >Ab heute schreibe ich!< Es ist vielmehr so, dass der Gedanke zu Schreiben für mich schon immer allgegenwärtig war.

Angefangen hat vielleicht alles mit dieser Dame hier:
 
 
Ja … Bibi Blocksberg. Aber Moment! Jetzt zu folgern ich schriebe wegen Bibi Blocksberg, das ginge dann doch zu weit! (Naja, vielleicht hat sie mich doch ein kleines bisschen verzaubert. ;-) )
 
Es ist so: Ich mochte schon immer Geschichten, und da ich als kleines Mädchen natürlich noch nicht lesen konnte (meine Lektorin zweifelt manchmal daran, dass sich das jemals geändert hätte …) waren diese Geschichten in meiner frühen Kindheit vorwiegend Hörspiele. Und zwar mit Vorleibe welche von Bibi Blocksberg. Ich hatte so viele Kassetten … es wundert mich das meine Eltern nicht verarmt sind. Ich habe die Dinger rauf und runter gehört und schon auswendig mitbeten können. (Mein großer Bruder der das Nebenzimmer bewohnt hatte allerdings auch. Er behauptet ich hätte ihn damit terrorisiert …)
 
Selbstausgedachte Geschichten habe ich, da ich ja noch nicht schreiben konnte, damals in Form von Bildern umgesetzt. Meine Mutter verwahrt noch stapelweise Bilder, die ich als Kind für sie gemalt habe. Ich war also nicht nur schon immer von Geschichten fasziniert, ich wollte auch schon immer eigene Geschichten >erzählen<.
 
Als ich in der Schule schließlich gelernt hatte meine ersten krakeligen Buchstaben zu schreiben, entstanden dann auch die ersten kleinen Texte. (Natürlich verwahrt meine Mama auch die alle noch. Allerdings sind diese Texte in einem Hochsicherheitstresor, falls sich jemand fragt warum ich nichts davon poste. ;-))
 
Ein kleines bisschen Schreibtalent scheine ich durchaus gehabt zu haben. Anders lässt es sich nicht erklären, weshalb ich in so jungen Jahren meinen ersten (und einzigen) Literaturpreis gewonnen habe:
 


 
Okay … okay! Literaturpreis ist vielleicht ein sehr vollmundiges Wort für diesen Orden, den mir meine damalige Klassenlehrerin verliehen hat. Aber für mich war er ein Meilenstein, weil er mir eines bewiesen hat: Schreiben wird von anderen Menschen wahrgenommen, es kann andere berühren. Genau darum schreibe ich heute noch.
Vielleicht habe ich auch deshalb als Kind immer geantwortet, wenn mich jemand gefragt hat was ich denn tun wolle wenn ich einmal groß sei: >Ich will Schriftstellerin werden.<
 
Damals habe ich natürlich noch geglaubt Schriftsteller wäre eine >normaler< Beruf wie Bäcker oder Polizist. Einer bei dem man morgens anfängt, irgendwann am frühen Abend Feierabend macht, und dafür jeden Monat ein geregeltes Einkommen bekommt.
 
All das ist leider in der Regel fernab vom Autorinnenalltag. Ideen lassen sich weder heraufbeschwören noch abbestellen und das liebe Geld … 99 Prozent aller veröffentlichten Schriftsteller können von ihrer Arbeit nicht leben, so die Statistik, in die ich wunderbar hineinpasse. :-)
 
Jetzt zurück zur Ausgangsfrage: Wie bin ich auf die Idee gekommen einen Roman zu schreiben? Ich denke die einzig treffende Antwort ist folgende:
 
Ich musste nie auf die Idee kommen einen Roman zu schreiben. Der Wunsch war schon zeitlebens in mir.
 
 
SEO SEO - Søgemaskineoptimering
Linkguide Partner